Der heilige Bonaventura
Feast · July 15MemorialColor · white

„So wie niemand zur Weisheit gelangt außer durch Gnade, Gerechtigkeit und Erkenntnis, so gelangt auch niemand zur Kontemplation außer durch eindringliche Betrachtung, heiliges Gespräch und frommes Gebet." [1]
Der heilige Bonaventura wurde 1221 in der Nähe von Orvieto geboren, trat Anfang zwanzig in den Franziskanerorden ein und studierte in Paris, wo er 1248 das Doktorat der Theologie erwarb. 1257 wurde er zum Generalminister des Ordens gewählt. 1273 wurde er Kardinal von Albano und spielte eine bedeutende Rolle auf dem Konzil von Lyon, das die Einigung der lateinischen und der griechischen Kirche anstrebte.
Als Theologe betonte Bonaventura die „mystische Erleuchtung, die Gott dem gläubigen Christen schenkt" [2], und bemühte sich um die Verbindung von Vernunft und Glaube. Zu seinen bedeutendsten Werken zählen die maßgebliche Lebensbeschreibung des heiligen Franziskus, der Itinerarium mentis in Deum sowie ein Kommentar zu den Sentenzen des Petrus Lombardus. Er wurde 1482 heiliggesprochen und 1588 von Sixtus V. zum Kirchenlehrer proklamiert. [3]
Verfasst von Sarah Ciotti
Geprüft von P. Hugh Feiss OSB, STD
[1] Hl. Bonaventura, Itinerarium mentis in Deum, 1:8, www.ccel.org.
[2] F.L. Cross und E.A. Livingstone, The Oxford Dictionary of the Christian Church (London: Oxford University Press, 1974), 186.
[3] P. Hugh Feiss OSB, The Martyrology of the Monastery of the Ascension, 2008.
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