Die heilige Hedwig und die heilige Margareta Maria Alacoque
Feast · October 16Optional memorialColor · white

Nicht gebotener Gedenktag, Kalender 1969, Feier am 16. Oktober
Kalender 1955, Feier am 16. Oktober
Die Kirche feiert und ehrt heute das Leben der heiligen Hedwig und der heiligen Margareta Maria Alacoque.
Die heilige Hedwig war Herzogin von Schlesien und wurde um 1174 auf Burg Andechs in Bayern geboren.
Sie war die Tochter von Berthold IV., Herzog von Meranien, und seiner Gemahlin Agnes von Rochlitz. Ihre Erziehung erhielt sie im Benediktinerinnenkloster Lutzingen in Franken, wo ihre Schwester als Äbtissin wirkte. Im Alter von zwölf Jahren heiratete sie Heinrich I., den Bärtigen, von Schlesien. Bald schon beteiligte sich die heilige Hedwig tatkräftig an der Verwaltung des Landes ihres Gemahls, setzte ihren Einfluss für die Gründung neuer Klöster ein und unterstützte die bereits in Schlesien bestehenden Gemeinschaften.
In den folgenden Jahren wurden unter anderem gegründet: das Zisterzienserkloster Leubus und das Kloster Heinrichau, das Prämonstratenserstift St. Vinzenz, die Augustiner-Chorherren-Propstei in Kamenz sowie jene in Bober. Darüber hinaus brachte sie die Dominikaner und Franziskaner nach Schlesien. Heinrich gründete überdies das Hospital zum Heiligen Geist in Breslau sowie das Zisterzienserinnenkloster in Trebnitz. Hedwig und Heinrich hatten sieben Kinder; nach der Geburt ihres letzten Kindes beschlossen sie, vor dem Bischof von Breslau ein Keuschheitsgelübde abzulegen. Heinrich starb 1238, woraufhin Hedwig die Abtei Trebnitz zu ihrer dauerhaften Heimat machte.
Sie widmete sich weiterhin Gott sowie den Werken der Liebe und galt schon zu Lebzeiten als Heilige. Sie starb in Trebnitz am 12. oder 15. Oktober 1243 und wurde 1267 von Papst Clemens IV. heiliggesprochen. Zu ihren Ehren ließ Friedrich der Große 1773 die St.-Hedwigs-Kathedrale in Berlin erbauen. Sie ist die Patronin Schlesiens, Polens und der Waisenkinder.
Gebet zum Fest der heiligen Hedwig