Der heilige Thomas
Feast · July 3FeastColor · white

Gott ruft uns. Wenn wir diesen Ruf vernehmen, antworten wir im Glauben und beginnen, einen echten missionarischen Weg zu gehen. Viele von uns zweifeln dabei immer wieder – sowohl am Ruf selbst als auch an dem Weg, der vor uns liegt. Wie Thomas sehnen wir uns nach einem Beweis. Augenblicke des Mutes werden von Augenblicken der Angst unterbrochen. Im Johannesevangelium begegnen wir dem anfänglichen Mut des Thomas, als er zu den anderen Jüngern sagte: „…‚Lasst uns mitgehen, um mit ihm zu sterben'" (Joh 11,16). Kurz darauf aber hören wir die Beunruhigung des heiligen Thomas: „Herr, wir wissen nicht, wohin du gehst – wie können wir dann den Weg kennen?" Die menschlichen Gefühle des Thomas erinnern uns daran, dass wir einen Erlöser brauchen. In solchen Momenten möge uns die mächtige Antwort Jesu an den heiligen Thomas vor Augen stehen, als er sprach: „…Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater außer durch mich" (Joh 14,5–7). [1][2]
Verfasst von Sarah Ciotti
Begutachtet von P. Hugh Feiss OSB, STD
[1] Revised Standard Version, s.v. „John, The Gospel According to."
[2] Kardinal Ignace Moussa I. Daoud, Wortbeitrag beim Treffen des Päpstlichen Orientalischen Instituts, 7. Dezember 2002.
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